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Andrea Pancur "Alpenklezmer"
Bayern/Klezmer
München
2019
   29.11 Ravensburg, Zehntscheuer Ravensburg e.V
   08.12 Dresden, Staatsschasuspiel Dresden | Kleines Haus

Carmen Souza
Kap Verden
London
2020
   24.01 Bielefeld, Kulturamt SO2
   25.01 Dortmund, Domicil
   28.01 Frankfurt, Brotfabrik
   31.01 Ravensburg
Alle Termine

Gjermund Larsen Trio
Folk Norwegen
Norwegen
2020
   10.01 Ravensburg
   11.01 Esslingen
   12.01 Einbeck-Sülbeck

Harrycane Orchestra
Oriental Jazz
Augsburg, Deutschland
2019
   13.12 Aichach, Wandelbar
2020
   17.01 Leipzig, Horns Erben
   18.01 Waldsassen
   19.01 Erlangen

Rasgueo
Flamenco Jazz
Berlin
2020
   18.05 Abendsberg
   21.05 Leverkusen
   22.05 Bad Marineberg
   23.05 Rauhenbrach

Yinon Muallem
Oriental Jazz
Türkei
2020
   14.05 Puchheim, Puc Puchheim - Jazz Around the World


  

Andrea Pancur "Alpenklezmer"

Stil: Bayern/Klezmer
Herkunft: München
Webseite: www.andrea-pancur.de
Andrea Pancur @ Facebook

Biographie

  • Künstlerpräsentation
  • Kurzbeschreibung
  • Biographie

Die Presse feierte Andrea Pancur mit ihrem erstem Album als Begründerin eines neuen Genres: Alpen Klezmer. Darin verbindet die Münchener Sängerin jiddische und bayerische Volksmusiktraditionen zu einer spannenden, bisher nie dagewesenen Mischung. Für diese Leistung wurde sie zusammen mit dem herausragende, lettische Multi-Instrumentalist Ilya Shneyveys 2014 mit dem Deutscher Weltmusikpreis ausgezeichnet.

Das neue Album „Zum Meer“ geht noch einen Schritt weiter in der Entwicklung des Alpen Klezmer-Genres. Bayerische und jiddische Musiktradition durchdringen sich in ihrer Musik gegenseitig und werden durch die selbstverfassten, geistreichen Texte bereichert. Aber was hat das alles mit dem „Meer“ zu tun?

Das Meer – für Viele Sinnbild für Freiheit, Glück, Leben. Spätestens seit der Flüchtlingskrise besitzt das Meer auch andere Konnotationen: So etwa Unfreiheit, Unglück, Überlebenskampf. Die Extremisierung politischer Weltanschauungen kostet zunehmend mehr Opfer und das friedliche Zusammenleben unserer Gesellschaft steht auf der Kippe. Andrea Pancur nähert sich auf ihrem neuen Album „Zum Meer“ unserer heiklen Gegenwart. So thematisiert sie im Lied „Mittelmeer – Galopp“ die katastrophalen Fluchtbedingungen. Im Lied „A treyfener nign” singt sie gegen Hass und Ausgrenzung. Ein anderes Lied trägt den Namen „Heimatlos“. Doch was bedeutet Heimat für sie selbst? Andrea Pancur blickt nostalgisch im Song „Aufm Markt in Obergiasing” auf ihre Münchener Kindheit zurück.

Wie auch auf ihrem ersten Album wandte sie auf „Zum Meer“ eine seit dem Mittelalter gängige Praxis an: Sie stöberte Volkslied-Melodien auf, recherchierte in Archiven, sichtete Material und dichtete einen neuen Texte auf vorhandene Melodien. Ihr Blick wendet sich in Richtung Meer auch nach Italien. Die kulturelle Nähe zelebriert sie im Lied „Bella Ciao“. Drei verschiedene Vokalisten, inklusive ihr selbst, interpretieren in drei verschiedenen Sprachen und Dialekten (jiddisch, trentinischen, italienisch), drei unterschiedliche Textinhalte. Gemeinsamer Nenner ist die Melodie. Als „subversiv“ bezeichnet die Künstlerin ihr neues Album. Andrea Pancur möchte „Zum Meer“ ein Zeichen setzen. Ein Zeichen gegen Schwarz-weiß-Denken und gegen Ausgrenzung. Das Meer kann dieses oder jenes bedeuten. Die ganze Ambivalenz steckt in Andrea Pancurs neuen Album.

Andrea Pancur wurde von der Presse als Begründerin des Genres „Alpen Klezmer” gefeiert. In ihrer Musik verbindet die Münchener Sängerin jiddische und bayerische Musiktradition auf einzigartige Weise. Seit ihrem letzten Album „Zum Meer“ widmet sich die charmante und humorvolle Künstlerin auch gesellschaftskritischen Themen. Andrea Pancur wurde mit dem Deutschen Weltmusikpreis ausgezeichnet. Eine großartige Künstlerin mit Tiefgang.

ALLES BIO... ODER WAS?

In ihrem mit dem Deutschen Weltmusikpreis ausgezeichneten Programm Alpen Klezmer verknüpft sie bayrische und jiddische Musik. Dazu erforschte sie gemeinsames Repertoire der bayrischen und jiddischen Liedkultur und entwickelte dadurch ein neues Genre.

Sie betrieb musikalische Grenzüberschreitung mit dem modern klezmer quartet, tourte als Gast mit dem Trio A Tickle in the Heart, widmete sich ihrem Soloprogramm Andrea Pancurs Federmentsh der jiddischen Musik nach 1945 und ist die Initiatorin und Juryvorsitzende des Mosche – Beregowski Nachwuchspreises.

Bis August 2017 war sie im Vorstand von other music e.V., der den Yiddish Summer Weimar durchführt, das weltweit wichtigste Festivals zur jiddischen Kultur und führt alle zwei Jahre ein Klezmer-Festival für den Kunstdünger e.V. im Süden von München durch.

Seit Januar 2018 ist sie die künstlerische Leitung der Tafelmusik, einem Projekt des KulturRaum e.V. und des Kulturreferats München: Münchner Musiker*innen musizieren mit Menschen, die an der Münchner Tafel ihre Lebensmittel beziehen.

Sie arbeitet mit vielen Künstler*innen zusammen, darunter Alan Bern (USA/D), Christian Dawid (D), Patty Farrell (USA), Hermann Haertel jun. (A), Dan Kahn (USA/D), Horst Nonnenmacher (D), Ilya Shneyveys (LV/USA), Guy Schalom (GB), Lorin Sklamberg (USA), Deborah Strauss (USA), und Stofferl Well (D).

Konzertreisen und Workshoptätigkeiten führten sie nach Bulgarien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Liechtenstein, Israel, Italien, nach Moldawien, in die Schweiz und in die USA.

Andrea Pancur arbeitet und lebt mit ihrem portugiesischen Tierschutzhund Salome am südlichen Stadtrand von München.